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Thrive Zone Academy · Übung · Push · horizontal

Plank Push-Up

Du beginnst im Unterarmstütz, der Körper bildet von Kopf bis Ferse eine Linie. Dann drückst du dich Arm für Arm auf die Hände hoch — und gehst genauso Arm für Arm wieder auf die Unterarme zurück. Die Hüfte bleibt dabei ruhig in der Linie, das ist die eigentliche Arbeit.

Muskelgruppen: Core, Brust, Trizeps, Schulter, GesäßEquipment: KörpergewichtID: PSH-19
Plank Push-Up — Bewegungsablauf.
Der Kern

Der Plank Push-Up ist die Übung zwischen dem Plank und dem Push-Up. Im Plank hältst du die Linie still. Hier hältst du sie, während sich die Stützpunkte ändern: Ein Arm drückt dich hoch, der Körper will sich dabei zur Seite drehen und in der Hüfte nachgeben — und der Rumpf hält beides. Genau diese Spannung unter Bewegung ist das, was der Push-Up später braucht.

Dazu kommt der Push selbst: Jeder Wechsel auf die Hände ist ein einarmiges Hochdrücken mit einem Teil deines Körpergewichts. Wer zwanzig saubere Wechsel schafft und dabei die Hüfte ruhig hält, hat die Rumpfspannung für die ersten Liegestütze.

Ausgangsposition

Leg dich auf den Bauch und stütz dich auf die Unterarme: Die Ellbogen stehen unter den Schultern, die Unterarme zeigen nach vorn. Die Füße stehen hüftbreit auf den Zehen.

Bevor du hochkommst, spannst du an: Bauch fest, Becken und Rippen annähern, Gesäß fest. Dann hebst du den Körper in den Plank — Schultern, Hüfte und Fersen auf einer Linie. Das ist deine Ausgangsposition, und in diese Linie kommst du nach jedem Wechsel zurück.

Der Kopf bleibt in der Verlängerung der Wirbelsäule, der Blick geht auf den Boden zwischen den Händen.

Die drei Cues

  1. Bauch fest, Becken und Rippen annähern — erst dann hochkommen
  2. Im Wechsel rausdrücken: eine Hand setzen, die zweite nachsetzen, oben kurz die Linie halten
  3. Genauso zurück auf die Unterarme — die Hüfte bleibt die ganze Zeit ruhig in der Linie

Häufige Fehler

FehlerSo löst du es
Die Hüfte hängt durch, der untere Rücken kommt ins HohlkreuzVor dem ersten Wechsel anspannen: Bauch fest, Becken und Rippen annähern. Hält das nicht durch, weniger Wechsel — und den Plank selbst länger üben.
Das Gesäß steht hoch, der Körper bildet ein DachHüfte in die Linie bringen — Schultern, Hüfte und Fersen auf einer Geraden, oben wie unten.
Der Körper dreht sich beim Wechsel zur Seite, die Hüfte pendeltLangsamer wechseln, Bauch fester. Die Füße etwas weiter auseinander, bis die Hüfte ruhig bleibt.
Die Hände landen weit vor den SchulternHand dort setzen, wo der Ellbogen stand — oben stehen die Hände unter den Schultern.
Der Kopf fällt nach vorn, das Kinn geht zur BrustKopf in der Verlängerung der Wirbelsäule, Blick auf den Boden zwischen den Händen.

Varianten

VarianteWofür
Plank haltenErst der Plank selbst: die Linie stehen lassen, Becken und Rippen angenähert. Wenn du ihn ruhig halten kannst, kommen die Wechsel dazu.
Plank Push-UpDas, was im Studio gemacht wird: Unterarme → Hände → Unterarme, im Wechsel mit der Führungshand. Die Hüfte bleibt dabei die ganze Zeit in der Linie.
Langsamer und mehr WechselJeden Wechsel gezielt langsam, oben kurz halten. Wenn zwanzig sauber gehen, bist du bereit für die ersten Liegestütze vom Boden aus.

Wiederholungen und Last

Im Studio ist der Plank Push-Up die Vorstufe zum Push-Up — und bleibt danach im Training, weil er die Bauchmuskulatur weiter fordert. Andreas' Maß: zehn Wechsel, dann zwanzig — erst dann beginnen die Liegestütze. Die Wiederholungen zählen pro Wechsel auf die Hände.

Die Übung wird über die Sauberkeit gesteuert, nicht über die Zahl: Sobald die Hüfte pendelt oder durchhängt, ist der Satz zu Ende. Zwischen den Sätzen reicht eine kurze Pause.

Welche Muskeln arbeiten

MuskelRolleAufgabe in dieser Übung
Trizeps
M. triceps brachii
HauptmuskelStreckt den Ellbogen und drückt dich vom Unterarm auf die Hand
Großer Brustmuskel
M. pectoralis major
MitarbeiterDrückt den Oberkörper mit hoch, sobald die Hand gesetzt ist
Vorderer Deltamuskel
M. deltoideus, pars clavicularis
MitarbeiterFührt den Arm nach vorn zum Setzen der Hand und stützt oben
Gerader Bauchmuskel
M. rectus abdominis
StabilisatorHält Becken und Rippen zusammen und die Hüfte in der Linie — bei jedem Wechsel neu
Schräge Bauchmuskeln
Mm. obliqui abdominis
StabilisatorHalten gegen das Drehen, wenn nur ein Arm stützt
Vorderer Sägemuskel
M. serratus anterior
StabilisatorHält das Schulterblatt am Brustkorb, wenn der Arm allein trägt
Großer Gesäßmuskel
M. gluteus maximus
StabilisatorHält die Hüfte gestreckt und damit in der Linie
Rückenstrecker
M. erector spinae
StabilisatorHält die Wirbelsäule lang, während der Bauch sie von vorn sichert

Die Arme bewegen, der Rumpf hält — und das Halten ist hier der Sinn der Übung. Bauch und schräge Bauchmuskeln halten die Linie und den Körper gerade, während sich die Stützpunkte ändern. Genau diese Spannung braucht der Push-Up danach.

Dein nächster Schritt

Richtig gezeigt ist noch nicht richtig gekonnt

Video, Cues und Varianten bringen dich weit. Was fehlt, ist der Blick von außen im Moment, in dem die Bewegung noch nicht sitzt. Genau dafür gibt es das Training bei mir — im Studio oder im Workshop.

Zum Workshop

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Quellen

Can EN, Harput G, Turgut E. (2024). J Strength Cond Res 38(2):245–252. DOI: 10.1519/JSC.0000000000004622 — Misst an 21 gesunden Männern mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren die Schultergürtelmuskulatur im Unterarmstütz und im Handstütz, jeweils mit vier, drei und zwei Stützpunkten. Im Handstütz arbeiten unterer Trapezmuskel und Trizeps stärker; je weniger Stützpunkte, desto mehr arbeitet der Schultergürtel. Die einzige Arbeit, die beide Stützpositionen direkt vergleicht — den Übergang dazwischen misst sie nicht, und Rumpfmuskeln wurden nicht erfasst. Zum Plank Push-Up selbst existiert keine Studie. Zur Zielgruppe der Academy — 40 bis 60 Jahre, zwei bis vier Stunden pro Woche — keine Daten. (Evidenztyp: EMG)
Freeman S, Karpowicz A, Gray J, McGill S. (2006). Med Sci Sports Exerc 38(3):570–577. DOI: 10.1249/01.mss.0000189317.08635.1b — Misst an zehn Personen im Universitätsalter Muskelarbeit und Wirbelsäulenlast in verschiedenen Push-Up-Formen. Sobald die Hände sich bewegen oder versetzt stehen, arbeitet die Bauchmuskulatur stärker und seitenabhängig — der gerade und die schrägen Bauchmuskeln wechseln die Seite mit der Hand. Die nächste Stütze dafür, dass der Plank Push-Up den Rumpf gegen das Drehen fordert; der Unterarmstütz selbst wurde nicht gemessen. Sehr kleine Stichprobe, junge Trainierte. (Evidenztyp: Biomechanik)
Escamilla RF, Lewis C, Pecson A, Imamura R, Andrews JR. (2016). Sports Health 8(4):372–379. DOI: 10.1177/1941738116653931 — Misst an 18 Männern und Frauen zwischen 23 und 45 Jahren die Rumpfmuskulatur in Stützübungen. Der Plank auf den Zehen fordert schräge Bauchmuskeln, breiten Rückenmuskel und vorderen Oberschenkel stärker als der Plank auf den Knien. Grundlage dafür, dass der Plank auf den Zehen die Ausgangsposition dieser Seite ist. Mit 45 Jahren die altersnächste Messung — ohne Trainingsstand und ohne den Übergang auf die Hände. (Evidenztyp: EMG)
Jordan SL, Brinkman B, Harris S, Cole T, Ortiz A. (2022). J Bodyw Mov Ther 30:82–88. DOI: 10.1016/j.jbmt.2022.02.018 — Misst an 25 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren (16 Männer, 9 Frauen), wie stark Bauch- und Rückenmuskeln im Plank und im Push-Up gemeinsam anspannen — am Boden und im Schlingentrainer. Am Boden ist das Zusammenspiel stärker; die Autoren empfehlen, Plank und Push-Up am Boden zu beherrschen, bevor der Schlingentrainer dazukommt. Stützt die Reihenfolge Plank → Plank Push-Up → Push-Up am Boden. Keine Daten zur Zielgruppe. (Evidenztyp: EMG)

Hinweis zur Einordnung: EMG-Studien zeigen, welche Muskeln eine Übung anspricht — das begründet die Auswahl, ersetzt aber nicht die individuelle Anpassung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ärztlich abklären.